Morgan Plus Four 2025: Ein zeitloses Juwel britischer Handwerkskunst und Fahrfreude
Zurück im Rampenlicht – Ein Klassiker erhebt sich neu und begeistert mit modernem Luxus
Die Rückkehr des Morgan Plus Four in die USA ist ein Ereignis, das Liebhaber englischer Coachbuilding-Tradition und anspruchsvoller Fahrkultur gleichermaßen in Entzücken versetzt. Mehr als nur eine Restauration, offenbart das neueste Modell des britischen Kultroadsters eine perfekt gelungene Symbiose aus nostalgischem Stilgefühl und feinster moderner Technik. Ein automobilistisches Kunstwerk, das nicht nur durch seine ästhetische Eleganz besticht, sondern mit seiner behutsamen Innovation auch die Zukunft des klassischen Sportswagenbaus erahnen lässt.
Die Renaissance eines britischen Klassikers – Handwerkskunst trifft Aluminium-Innovation
Seit 1950 steht der Plus Four für britische Ingenieurskunst und Handwerkskunst, die ihresgleichen sucht. Obwohl sich um den historischen Morgan eine Anekdote rankt, dass das Fahrgestell einst aus Sperrholz bestehen soll, bestätigt die Realität seither stets Stahl als robuste Basis. Im Jahr 2020 öffnete Morgan mit dem Plus Four eine neue Epoche: Ein aufwendig gefertigtes Fahrgestell aus Aluminium lieferte die Grundlage für ein erneuertes Meisterwerk.
Auch 2025 bleibt Morgan dem Charme traditioneller Materialien treu: Die Karosserie ruht weiterhin auf einem Rahmen aus edlem Eschenholz – einer Besonderheit, die kaum ein anderer Hersteller heute noch wagt. Gleichzeitig zeigt sich der neue Plus Four am Puls der Zeit, da moderne Features wie ein BMW-Turbo mit 255 PS und Bluetooth-Ausstattung selbst urbane Fahrer mit Komfort und Effizienz verwöhnen.
Design zwischen Vintage-Idyll und moderner Funktionalität

Optisch verströmt der Plus Four jene unverwechselbare Aura jener automobilen Goldenen Ära, in der Roadster noch als Inbegriff des puren Fahrvergnügens und der Freiheit galten. Seine Proportionen wurden dezent gestreckt – die Radbasis wuchs um 82 Millimeter, die Breite legte um 40 Millimeter zu. Dieses feinfühlige Wachstum optimiert nicht nur den Fahrkomfort, sondern sorgt auch dafür, dass selbst Großgewachsene hinter dem klassischen Volant bequem Platz nehmen.
Der Einstieg bleibt charmant herausfordernd – kein Armlehnen-Komfort auf den zierlichen Türen, und der Fußraum ist so kompakt, dass selbst ein klobiger Clutch-Pedal hier wohl kaum hätte Platz finden können. Ein Bekenntnis zur Einfachheit oder bewusste Hommage an althergebrachte Fahrfreude? Auf jeden Fall unterstreicht der Verzicht auf manuelles Schaltgetriebe in den USA eine gewisse Ambivalenz gegenüber dem Traditionsverständnis.
Fahrdynamik, die das Herz in der Brust höher schlagen lässt


Auf dem leichten Gefährt mit nur 1.040 Kilogramm bringt der 2,0-Liter-Turbobenziner von BMW 255 PS und ein Drehmoment von 295 Nm auf die Straße. In Kombination mit der Achtgang-Automatik entfaltet der Plus Four einen temperamentvollen Sprint von 0 auf 100 km/h in 4,8 Sekunden. Das geringe Gewicht, verbunden mit der souveränen Leistungsentfaltung, macht das Fahrerlebnis nicht nur agil, sondern zu einem wahren Vergnügen für Puristen.
Das Fahrwerk spricht eine ebenso raffinierte Sprache: Das Dynamic Handling Pack, mit einstellbaren Dämpfern und einer Verstärkung der hinteren Stabilisatoren, ermöglicht eine präzise und zugleich komfortable Straßenlage. Dieses Setup vermittelt beim eleganten Gleiten wie auch bei beherztem Kurvenräubern ein Gefühl von Kontrolle und Leichtigkeit, das man heutzutage nur selten erlebt.
Die gelungene Balance zwischen Tradition und Moderne



Das Wesen des Plus Four lebt von seinem harmonischen Zusammenspiel aus rustikaler Handarbeit und technischer Modernisierung. Der minimalistische Innenraum mit seinen edlen Materialien – Holz, Leder und Metall – entzückt durch eine angenehme Unaufdringlichkeit. Die Instrumente verbinden klassische Zeigeranzeigen mit einem funktionsorientierten Digitaldisplay, das die wichtigsten Informationen zeitgemäß bündelt.
Trotz aller Präzision gibt es jedoch auch kleine Schönheitsfehler im Detail: angehobene Lederflächen, absurde Lumbar-Support-Systeme und klappernde Sonnenblenden erinnern daran, dass Tradition manchmal ihre Grenzen hat. Doch diese charmanten Marotten sind Teil des Erlebnisses – ein bisschen Nostalgie mit einem Hauch von lebendiger Authentizität.
Ein Statement auf der Straße – Exklusivität, die beflügelt


Der Plus Four ist mehr als ein Fahrzeug – er ist ein Erlebnis und Ausdruck eines Lebensgefühls, das im hektischen Alltag selten wird. Mit einem Grundpreis von etwa 85.000 US-Dollar, der sich mit ausgefeilten Optionen auf rund 104.000 US-Dollar steigern lässt, bietet Morgan ein außergewöhnliches Preis-Leistungs-Verhältnis für Liebhaber exklusiver und puristisch gestalteter Sportwagen.
Seine Ästhetik sorgt für regelrechte Aufsehenserregungen: Mehr Köpfe als Ferraris oder Lamborghinis drehte dieses besondere Fahrzeug während meiner Fahrten in der Stadt. Er passt ideal in die Garage neben einem Mercedes G-Wagen oder einem klassischen Ineos Grenadier und verkörpert so eine perfekte Symbiose aus Alltagstauglichkeit und purer Leidenschaft für das Fahren.
Fazit: Die britische Fahrikone erobert die Herzen neu
Der Morgan Plus Four ist ein sinnlich erfülltes Bekenntnis zum wahren Fahrspaß, der klassische Eleganz mit moderner Technik verbindet. Er steht für jene selten gewordene Klasse von Fahrzeugen, die nicht nur nur ein Transportmittel sind, sondern ein Ausdruck von Persönlichkeit, Handwerkskunst und ungeheurer Lebensfreude. Ein wahres Juwel auf vier Rädern – und längst mehr als nur ein Stück automobilen Erbes.
Bilder & Impressionen: Michael Van Runkle
Entdecken Sie die Welt des Morgan Plus Four – wo Tradition, Luxus und unangepasste Leidenschaft zu einem unvergesslichen Erlebnis verschmelzen.